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Internetsicherheit
- Sicher Surfen im Internet...
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Sicherheit im Internet
Historie
Durch die Einführung von leicht bedienbaren
Browsern wurde das Internet ab 1993
massentauglich. Die Anzahl der am Internet
angeschlossenen Computer betrug damals 1,8
Millionen. Genutzt wurde das Internet bis
Mitte der 90er Jahre überwiegend von
universitären Einrichtungen. Etwa ab
1994 begannen auch andere
Wirtschaftsbereiche sich dem Internet
zuzuwenden.
Damit wurde das Internet auch erstmals
kommerziell genutzt. Heute gibt es weltweit
mehr als eine Milliarde Internetnutzer.
Verschlüsselungstechniken
Zu Beginn waren es vor allem Zeitungen, die
einen Teil ihrer Printausgabe online
stellten. In dieser Zeit entstanden aber
auch schon die ersten Online-Shops. Eines
der ersten Portale war das des Buchhändlers
Amazon.com, welches 1995 online ging. Heute
kann man alle Dinge des täglichen Bedarfs in
Onlineshops kaufen. Mit Beginn des
Onlineverkaufs kam auch die Frage nach der
Sicherheit im Internet, denn die normale
Datenübertragung war nicht „abhörsicher“ und
nicht jedem ist wohl bei dem Gedanken, seine
persönlichen Daten, wie Adresse,
Bankverbindung u.s.w. im Internet
einzugeben. Diese Vorbehalte sind nicht
unbegründet, denn die normale
Datenübertragung im Internet ist
vergleichbar mit dem Versand einer
Postkarte. Es gibt nämlich auf dem Weg vom
Absender zum Empfänger viele Möglichkeiten,
dass Dritte einen Blick auf die persönlichen
Daten werfen. Um die Datenübertragung im
Internet sicher zu machen, werden
verschiedene Verschlüsselungstechniken
genutzt.
SSL
Die bekannteste und weit verbreiteste
Verschlüsselungstechnik im Internet ist die
Verschlüsselung durch das SSL-Verfahren (Secure
Socket Layer). Sie wird z. B. auch beim
Online-Banking eingesetzt. Neben der
SSL-Verschlüsselung werden auch noch
Verschlüsselungstechniken wie das Transport
Layer Security (TLS) verwendet. TLS ist als
Nachfolger von SSL 3.0 standardisiert. Es
erweitert die Palette der einsetzbaren
Verschlüsselungsverfahren um den Advanced
Encryption Standard (AES). TLS basiert auf
dem noch komplizierteren
Verschlüsselungsverfahren Triple-DES (Data
Encryption Standard -
Datenverschlüsselungs-Standard), aber auch
von anderen Algorithmen. TLS unterstützt die
Verschlüsselung von E-Mails und den
Identitätsnachweis für kommerzielle
Online-Transaktionen.
Die Stärke der Verschlüsselung und damit
Ihre Sicherheit ist auch von der Version des
Browsers abhängig. Je moderner der Browser
ist, desto sicherer wird die
Verschlüsselung. Ausführlichen Informationen
zu Thema Sicherheit im Internet findet man
u.a. auf den Webseiten der Stiftung
Warentest und beim Bundesamt für die
Sicherheit in der Informationstechnik.
SSL wurde von den Firmen Netscape und RSA
Data Security entwickelt. Das SSL-Protokoll
gewährleistet, dass die Daten während der
Übertragung nicht gelesen, oder manipuliert
werden können. Neben dem Netscape Navigator
unterstützen aber auch der Internet Explorer
von Microsoft und andere Browser SSL.
Bei jedem Aufruf einer https-Seite, prüft
der Browser, ob der Anbieter der
Internetseite ein gültiges SSL-Zertifikat
hat. Hat er das nicht, dann warnt Sie Ihr
Browser mit einer Nachricht: "Diese Web Site
kann leider nicht als sicher verifiziert
werden. Wollen Sie wirklich weitermachen?".
Bei einer solchen Warnung des Browsers
sollte man sich überlegen, ob man auf den
Seiten des jeweiligen Anbieters wirklich
weitersurfen sollte, da dessen Zertifikat
entweder unbekannt, oder abgelaufen ist.
In wie weit man im Internet gefährdet ist,
hängt also davon ab, wie man sich auf seinen
Streifzügen durch das Internet verhält.
Schutz gegen virtuelle Schädlinge
Zu den technischen Bedrohungen, die jeden
Internetsurfer betreffen, zählen auch so
genannte Viren, Trojaner und Würmer, aber
auch Sicherheitslücken der Software. Als
Schutz vor Viren (Schad-Programmen, die sich
selbständig reproduzieren und auf
unterschiedliche Weise auf den Rechner
gelangen, beispielsweise über eine
verseuchte Diskette, oder durch
Email-Anhänge) dienen so genannte
Virenscanner. Mit Anti-Spyware- oder
Anti-Trojaner-Tools schützt man sich vor
Trojanern, Spyware und Hijacker. Ein
Dialer-Warner dient dem Schutz vor
Auto-Dialer (Programme, die sich über eine
Analog- oder ISDN-Leitung ins Internet
einwählen. Dialer können auf
unterschiedliche Weise auf den Rechner
gelangen. Beispielsweise über Email-Anhänge.
Schutzmaßnahmen
Darüber hinaus kann man sich mit einer
Firewall gegen Angriffe von außen schützen.
Sie regelt die Kommunikation zwischen dem
eigenen Rechner und dem Internet. Durch die
Firewall wird die Kommunikation von innen
auf diejenigen Programme beschränkt, denen
man es gegenüber der Firewall ausdrücklich
gestattet. Eine Firewall ist aber nur so
gut, wie ihre Konfiguration. Man kann mit
einer Firewall beispielsweise nicht
benötigte Ports blockieren, so dass
beispielsweise ein sich bereits auf dem
Rechner befindlicher Trojaner (Programme,
die unbefugten Personen Zugriff auf den
eigenen Rechner ermöglichen. Hat erst einmal
jemand über einen Trojaner Zugang zu einem
Rechner erlangt, so kann er, mehr oder
weniger verdeckt, Daten auf dem Rechner
ausspionieren. Gezielt gesucht wird dabei
beispielsweise nach Passwörtern). Durch die
Installation einer Firewall und die richtige
Konfiguration ist der Rechner aber
weitgehendst geschützt.
Leider gibt es auch Viren und Trojaner, die
Firewalls aushebeln können. Es empfiehlt
sich von daher, für die Firewall stets die
neuesten Updates zu installieren, damit
diese technisch auf dem neuesten Stand
bleibt.
Auch so genannte Würmer kann man mit der
Firewall blockieren.
Es ist darüber hinaus unerlässlich stets die
neuesten Sicherheits-Updates für das
Betriebssystem und die Internetprogramme zu
installieren. Damit kann man bekannte
Sicherheitslücken, die von neuen Viren und
Würmern genutzt werden könnten, schließen.
Die Betriebssystem-Hersteller sind stets
selbst bemüht bestehende Sicherheitslücken
zu finden und durch Updates, die man aus dem
Internet downloaden kann, zu beseitigen. |
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